Im Jahresrückblick 2025 geht es um die anstrengende Reise zu meinem ersten unter eigenem Namen veröffentlichten Fantasyroman MONDFALTER, um die Erfahrung SPIEGEL-Bestseller und unter anderem für euch ganz spannend: um Erfolgs-Systeme für ein besseres 2026. Auf geht’s!
Mein Urban Fantasy-Debüt MONDFALTER: endlich veröffentlicht!
Das ist wirklich DAS Thema für mich. Und fühlt sich zugleich extrem entspannt an. Wahnsinn.
Soll ich euch eigentlich den Arbeitstitel zu MONDFALTER mal verraten? (Geduld, kommt gleich, versprochen!)

Was nur wenige, leiderprobte Freundinnen wissen: Dieser Roman war in seiner ersten Form bereits 2011 fertig.
Und in seiner zweiten? 2018. 2019 war die Cover-Art final.
Doch erst die dritte Iteration des Manuskripts war dann gut genug (OCD much?), dass ich den MONDFALTER in die Welt heraus fliegen lassen wollte. Beziehungsweise die Mondfalter, denn das Wort ist als Plural gemeint. Und warum heißt es eigentlich Mondfalter?
Mondfalter sind in meinem Roman blaue magische Falter, die an den gruseligen Tatorten auftauchen. Aber nicht alle können sie sehen, was für einen interessanten Moment zwischen den Protas sorgt.
Aus diesem Grund (und weil ich den Witz dazu unfassbar lustig finde) trug der Roman seit 2018 den Arbeitstitel „böser Schmetterlng“. Weil er sich sperrte, veröffentlicht zu werden. Weil die Falter „böse“ sind. Und weil – der Witz eben.
Und der Witz, der geht so:
„Gib mir Tiernamen!“
„Äh. Schmetterling?“
„Nein, gib mir böse Tiernamen!“
„Äh … Böser Schmetterling?“
Das ist wohl alles, was man über meinen Sinn für Humor wissen muss.
(Fast) das erste Mal Autorin
Ich nenne es mein „Schrödingers Debüt“. Ich veröffentliche nämlich nicht das erste Mal.
Wohl aber veröffentlichte ich 2025 das erste Mal unter meinem Klarnamen. Fühlt sich gut an.
Nicht unter Pseudonym.
Nicht als Ghostwriterin.
Apropos!
Warum der SPIEGEL-Bestseller als Ghostwriterin auch für mich als Autorin entscheidend war
Vor einiger Zeit habe ich für jemanden als Ghostwriterin gearbeitet. Ich habe den Part des Developmental Editors übernommen und das generelle Konzept fürs Buch meines Kunden erarbeitet – und dann habe ich auch das eigentliche Manuskript geschrieben.
Beim Ghostwriting ist es wichtig, die Stimme des Auftraggebers zu treffen. Nicht minder wichtig ist es, sich in seiner Industrie auszukennen. Nur so klappt die benötigte enge Kommunikation, da auf diese Weise nichts zwischen Auftraggeber und Ghostwriter(in) steht: keine zeitliche Verzögerung durch Recherchen, keine Missverständnisse durch mangelndes (Fach)Wissen. Und so gesehen, waren wir schon ein kleines Dreamteam. Ich – begeistert vom Thema und Idee, er – begeistert von meinen „Übersetzungen“ seines Wissens aus von mir moderierten Interviewgesprächen in geschriebene Kapitel.
Als das Buch dann erschien, landete es sehr schnell auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Das war natürlich hervorragend für meinen Kunden! Und für mich eine Premiere. Ich hatte zwar vor diesem Projekt auch andere erfolgreiche Kundenprojekte vorzuweisen, aber dieser Win hat mich schon anders beflügelt: Engagierte Arbeit kann sich lohnen.
Die erste Messe als Fantasyautorin
Die Buch-Berlin ist nach Leipzig die größte Buchmesse Deutschlands und, meine ich, die größte regionale Buchmesse. Sie ist dennoch relativ überschaubar und findet seit einigen Jahren in der Arena Berlin statt – ziemlich zentral und gut erreichbar in der Nähe der S-Bahn-Station Treptower Park gelegen.
Nachdem ich zweimal als Besucherin unterwegs war, bin ich in 2025 zum ersten Mal Ausstellerin gewesen.


Ich hatte einen sehr großen, luftigen Stand mit der Mission zum Auffallen gestaltet: mit goldener Deko, einem unübersehbaren Roll-Up-Banner mit meinem Buchcover und Buchmerch (Kuschelkissen, Herzhenkel-Tasse, Turnbeutel, Sticker …) zum Gewinnen beim Kauf des e-books. Und dieses Banner bzw. das Cover hat sich sehr schnell als Publikumsmagnet erwiesen und viele Besucherinnen und Besucher taatsächlich gestoppt. Zwei sehr nette ältere Damen wollten außerdem wissen, ob das Buch von der Mondfahrt handelt. (Es gäbe zu wenige Bücher über die Mondfahrt, haben sie sich beklagt – was für eine spannende Nische!)
Coolste Erkenntnis: Es gibt scheinbar viele Leserinnen und Leser, die sich für genau so ein Buch wie MONDFALTER interessieren – Urban Fantasy ohne Romance, mit Krimi-Plot und als Reihe angedacht. So. So. Cool.
(Fast) das erste Mal Moderatorin
Moderationen und Panels kenne ich schon von meiner Arbeit. Auf der Buch-Berlin 2025 durfte ich aber gleich drei Panels moderieren: zu den Themen Dark Romance, dunkle Fantasywelten und Romantasy.
Alle drei Panels wurden extrem gut besucht. Das Publikum war pünktlich, aufmerksam, gut gelaunt und ließ sich gerne unterhalten. Nur einmal schlug das Nachmittagstief kurz vor Beginn zu, also haben wir ein TikTok-würdiges „Wer sind wir, was wollen wir“-Video gedreht – schon strahlten die Autorinnen und mich grinsende, wache Gesichter an.
In der Buchbranche als Moderatorin gebucht zu werden war also eine weitere coole Premiere.




Mein 2025-Fazit
Worauf bin ich 2025 stolz?
- Ein größeres persönliches Thema auf- bzw. abgearbeitet zu haben
- Mich selbst wieder aufgefangen zu haben
- Auch bei Krisen kühlen Kopf und klare Kommunikation beibehalten
- In meinem Wirkbereich für die richtigen Werte eingestanden und keine red flags schleifen lassen
Was war die beste Entscheidung, die ich 2025 getroffen habe?
Die Buchmesse Leipzig in 2026 mitzumachen. Als Ausstellerin.
Denke ich heute, mal sehen, was ich im März sage … 😅
Was hat mir 2025 mitgegeben?
Schon in 2018 habe ich auf meinem damaligen Quest for Ethical Excellence-Blog darüber geschrieben, wie ich eine Jahresreview und eine Jahresplanung gestalte.
Daran hat sich in den vergangenen Jahren einiges weiterentwickelt.
Zum Beispiel nutzte ich in 2025 das „Wheel of life“-Konzept zum ersten Mal. Aber nicht nur wie angedacht, um einzelne Lebensbereiche zu überblicken und dafür zu planen. Ich markiere jedes der komplett an mich angepassten 10 bis 12 „Kuchenstücke“ des Kreisdiagramms zusätzlich mit jeweils einem Buchstaben (oder eine Farbe, wenn ich das in meinem Paperblanks-Planer mache), um auf einen Blick eine Balance in meiner Planung beizubehalten. Meine Wochenplanung tendiert sonst sehr beständig dazu, Dringendes vor Wichtigem zu priorisieren.
Wofür bin ich 2025 besonders dankbar?
- 💖 Wichtige Freundschaften haben sich vertieft, neue Freundschaften (und vor allem: Autorinnenfreundschaften) sind entstanden.
- Die eine Woche Workation in Barcelona im Mai war genau das, wovon ich mir in 2026 and beyond mehr erhoffe: Arbeiten an einem inspirierenden Ort, im Anschluss ein Wochenende ebendort und zurück ins heimische Homeoffice.
- Seit Herbst 2025 treffe ich mich so gut wie jeden Sonntag in einem sehr charmanten Buchcafé zum Coworking mit Fantasyautorinnen Caroline Christen und Lillith Korn. Das nehmen wir auch ins Jahr 2026 mit! ⭐️
- Habe mir Anfang 2025 Schlagzeug- UND Gesangsunterricht „geschenkt“.
- Habe mir ein Abo auf Lebenszeit bei einer großen Fitness-App zu Weihnachten schenken können – damit kann ich super flexibel und abwechslungsreich zuhause trainieren, meditieren, Yoga machen und vieles mehr.
- Durfte viel über Parfums lernen, ein Thema, über das ich früher sehr viel gewusst und geschrieben habe; es aber in den Jahren zwischen 2012 und 2022 nicht mehr groß verfolgt hatte.
- Nachdem ich wieder so etwas wie lust for life empfinden konnte, habe ich meine Liebe für die Aquarellmalerei neu entdeckt.
- War viel unterwegs und habe dabei viel fotografiert (vor allem Natur, dabei auch experimentiert).
- Habe mir Zeit genommen für Museen, Ausstellungen und sogar einen Konzert.















Die unangenehmste Erkenntnis in 2025?
Ich habe jetzt erst, ja, jetzt, nach so vielen Jahren bzw. mehreren Jahrzehnten an Lebenserfahrung verstanden, dass mein Konzept von Zeit nicht mit dem realen Konzept von Zeit kompatibel ist. Dadurch sind meine Tage zu voll gepackt und ich wundere mich, wieso ich die Wochenenden verschlafe. Und das Schlimmste ist, dass ich mich dabei auch noch gnadenlos antreibe und mir dadurch, wie ein sehr schlechter Manager, nur selbst im Weg stehe.
Und diesen schlechten inneren Manager habe ich gefeuert und nehme ihn nicht mit ins Jahr 2026. Und ja, es ist ein ER. Denn ich habe alle Fehler und toxischen Methoden des klassischen „Altherren“-Managements übernommen. Von wem? Weiß ich nicht. Warum? Ich tippe auf einen Automatismus. Und ich stelle Automatismen zu gern ab, wenn ich sie nicht bewusst aufgebaut habe. Bye!

Mein Ausblick auf 2026
Was ich 2026 anders (besser) mache
Ich plane effektiver, abgestimmt auf meine Art zu denken und zu arbeiten. Der Micromanager ist ja gefeuert. 🙃
Mein größtes Vorhaben ist es aber, mir selbst tatsächlich die beste Freundin zu sein. Das war ich bisher wohl nur zur Hälfte, nur auf der bewussten, logischen Ebene. Tja. Eine sehr unangenehme Erkenntnis, die mich in all den Jahren aber wohl sehr viel Zeit und Kraft gekostet hat.
Was gibt es 2026 Neues von mir?
- MONDFALTER: Zum jetzt erhältlichen e-book kommt eine Taschenbuch-Ausgabe dazu.
- FOLGEROMAN: Im Herbst gehen die Abenteuer von Mara und Owen in Teil 2 weiter!
- BUCHMESSEN: Als Ausstellerin bin ich im März in Leipzig, und am Halloween-Wochenende ruft die Buch-Berlin 2026.
- NEWSLETTER: Ich tüftle an einigen Details, aber es wird richtig cool und immersiv.
- YOUTUBE: Ich muss noch rauspuzzeln, wie ich deutsche und englische Inhalte trennen will, aber das kommt jetzt.
Last not least: Inspiration und Planung für ein gelungenes 2026
Wie versprochen, sollt ihr neben der Unterhaltung, mir beim Jahresrückblick über die Schulter zu schauen, auch etwas Hilfreiches für EUER 2026 mitnehmen.
Ziele zu setzen bringt dich an den Rand des Burnouts? Vom YouTube-Kanal Mias Digital Diary kommt das Video Experimente statt Ziele. Vor allem, wer mit ADHS-Magie durchs Leben flattert, wird diese Idee spannend und leicht umsetzbar finden. Meinem nd-brain gefällt es aber auch sehr gut, denn ich liebe Systeme und finde keine Ruhe, wenn sie nicht funktionieren. Mit einem experimentellen System kann ich mich hingegen gut anfreunden!
Weil Kreativität schlecht planbar ist, hat YouTuberin Janelle Hugel Planungstipps für Kreative und Menschen mit kreativen Hobbys zusammengestellt. Unter anderem gefiel mir die Idee, eine Art Menü von kreativen Projekten zu führen, damit man seine Pausen damit füllen kann (statt etwa mit Doomscrolling) – sortiert nach voraussichtlicher Dauer, also 5 Minuten, 10 Minuten bis hin zu einer Stunde. Das nehme ich mit, denn es gibt mir Hoffnung für meinen unsortierten Haufen an Bastelideen und kreativen Reparaturen, der seit 2022 im Regal schimmelt. Ich packe jedes Projekt in einen Umschlag, den ich mit der Dauer beschrifte, und stelle diese Umschläge in der Nähe meines Schreibtisches in einer Box auf.
2026 als Abenteuer geplant. YouTuberin Baylie Fortier plant ihr Jahr gar in der 2-Akt-Struktur – wie einen Roman, in dem ihr 2026-Ich die Heldin ist. Und die Fantasyautorin Cathryn Holister malt ihre Ziele direkt mal als Pentagramm auf.
Ein Buffet an Tools für ein besseres Jahr. Autor Daniel Pink zeigt in seinem Video, wie 2026 zum besten Jahr aller Zeiten werden kann. Der Titel ist reißerisch, aber das gerade mal 26 Minuten lange Video gibt 20 sehr gute und wissenschaftlich fundierte Tipps zu einem Leben, in dem man – nein, nicht optimiert wird … eher zufriedener. Manche Punkte habe ich bereits umgesetzt, andere sprachen mich nicht an bzw. haben für mich so nicht funktioniert. Aber eine Handvoll waren mir als Gedanke neu, werde ich ausprobieren.

